Demografischer Wandel

Besonders im l√§ndlichen Raum wird sich die im Durchschnitt immer √§lter werdende Bev√∂lkerung einer Problemstellung gegen√ľber sehen, die viele L√∂sungsans√§tze erfordert.

Gerda Letzel, mit 94 Jahren die √§lteste Genossin in der Verbandsgemeinde Konz. Hier zusammen mit Wiltingens Ortsb√ľrgermeister Lothar Rommelfanger

Gerda Letzel, mit 94 Jahren die älteste Genossin in der Verbandsgemeinde Konz.
Hier zusammen mit Wiltingens Ortsb√ľrgermeister Lothar Rommelfanger

Zum einen ist es die notwendige Mobilität derjenigen Menschen, die altersbedingt auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, auch dann, wenn sie möglicherweise körperlich beeinträchtigt sind. Zum andern muss die individuelle Umsorgung zu Hause ein Hauptanliegen sein.
Ein neuer Blick ist angesagt, das Alter und seine möglichen Auswirkungen trifft uns alle.

Als B√ľrgermeister einer l√§ndlichen Gemeinde sind mir viele √§ltere Menschen pers√∂nlich bekannt.¬†Ob es die eigene Mutter ist, oder Mitb√ľrgerinnen und Mitb√ľrger in der¬†Gemeinde, wir m√ľssen gemeinsam¬† daf√ľr eintreten, ihnen m√∂glichst zu einem¬†Lebensumfeld zu verhelfen, wie wir es auch uns selbst vorstellen und w√ľnschen. Demografischer Wandel geh√∂rt zu unserer gesellschaftlichen Entwicklung; freuen wir uns dar√ľber,¬†l√§nger zu leben.

Unsere Kommunen stehen schon heute vor großen Herausforderungen
Die spezifischen Bed√ľrfnisse √§lterer Menschen, ihre W√ľnsche und ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe stellen uns weitreichende gesellschaftliche, politische und planerisch-gestalterische Aufgaben.

Da immer mehr √§ltere Menschen tags√ľber auf sich alleine gestellt sind, ist es besonders wichtig eine ortsnahe und auf kurzen Wegen gut erreichbare Nahversorgungsinfrastruktur, insbesondere f√ľr G√ľter des t√§glichen Bedarfs, zu schaffen. Auch die medizinische Versorgung, gerade f√ľr √§ltere Menschen,¬†ist hier von gr√∂√üter Bedeutung.

Der Arzt auf dem Lande
Durch viele Gespr√§che mit Haus√§rzten und betroffenen Menschen wei√ü ich, wie wichtig es f√ľr √§ltere und hilfebed√ľrftige Menschen¬†ist, einen Hausarzt, zu dem man Vertrauen hat, wohnortnah konsultieren zu k√∂nnen.
Wohl der Gemeinde und Gl√ľckwunsch an die B√ľrgerinnen und B√ľrger, die im Krankheitsfall noch eine √Ąrztin/einen Arzt¬†ins Haus rufen k√∂nnen,¬†statt¬†je nach Erkrankung in die Praxis zu m√ľssen.¬†Auch das ist ein¬†politisches Feld, die¬†medizinische Versorgung auf dem Lande sicher zu stellen. Politik und √Ąrzteorganisationen k√∂nnen ihres dazu beitragen.

Zu Hause leben
Meine¬†eigenen und speziellen beruflichen¬†Erfahrungen sagen mir, dass √§ltere Menschen, auch wenn ihre Kinder aus dem Haus sind, weiterhin gerne in ihrer vertrauten Umgebung wohnen und leben wollen. Die Bedingungen hierf√ľr m√ľssen wir J√ľngere schaffen, allein schon deshalb, weil uns das Alter einholen wird.

Meine Vorstellungen zu dieser Thematik finden Sie unter meinem Beitrag:
Soziale Umsorgung älterer Menschen.

Der demografische Wandel bringt f√ľr uns alle Ver√§nderungen und erfordert gerade beim Wohnen viel Kreativit√§t. In Zukunft werden neben den klassischen Seniorenwohnheimen individuelle Wohnformen entstehen m√ľssen, damit die Angebote der Begleitung und Betreuung √§lterer Menschen noch bezahlbar bleibt. Wir m√ľssen individuelle Wohnformen weiter ausbauen und verst√§rkt f√∂rdern.

Ich pers√∂nliche w√ľrde gerne an solchen Ideen mitwirken, damit der schon hier und da eingeschlagene Weg f√ľr ein Gutes Leben im Alter fortgesetzt werden kann.

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