Soziale Umsorgung älterer Menschen

Die Menschen in unseren Dörfern werden immer älter, was immer öfter zur Folge hat, dass sie einsamer und pflegebedürftiger werden. Als Ausweg bleibt oft nur das Seniorenheim. Niemand dieser älteren Menschen verlässt gerne sein jahrelanges liebgewonnenes Zuhause. Hier müssen wir Ideen entwickeln, damit diese Altersgruppe möglichst lange im eigenen Zuhause wohnen kann.
Früher gab es in meinem und auch vielen anderen Dörfern eine Gemeindeschwester, die nicht nur den christlichen Glauben verkündete, sondern auch in christlicher Nächstenliebe hilfreich wirkte. Hier und da entstehen wieder Modelle, in denen offizielle Gemeindeschwestern sich um die Belange älterer Menschen kümmern. Hier sehe ich noch mehr Handlungsbedarf dergestalt, dass Versorgung und Pflege in der lebenslang gewohnten Umgebung stattfindet, sofern es der Gesundheitszustand der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger auch nur annähernd zulässt.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler haben das Modellprojekt Gemeindeschwesterplus präsentiert. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz startet am 1. Juli 2015 mit dem Modellprojekt Gemeindeschwesterplus ein neues Angebot für hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen, sondern Unterstützung und Beratung in ihrem aktuellen Lebensabschnitt. Damit setzt Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland einen Beschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) aus dem November 2014 um. Dieser ASMK-Antrag empfiehlt Bund und Ländern, als ein wichtiges Element im Vorfeld von Pflege das „Kümmern“ stärker zu beachten. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das mit seinem Projekt der Gemeindeschwesterplus diesen Beschluss umsetzt.

Das ist auch mein Bild von der sozialen Umsorgung älterer Menschen, für das ich eintreten werde.

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