Modellprojekt GEMEINDESCHWESTERplus – Rheinland-Pfalz ist Vorreiter für Innovationen

„Soziale Umsorgung älterer Menschen“

ist eines meiner wichtigsten sozialpolitischen Anliegen und gehört zu meinen erstrangigen politischen Vorstellungen. Warum? Wir alle kommen eines Tages in das Alter, das Hilfe und Unterstützung erfordert.
Symbol Gemeindeschwester plusEs ist gewiss kein Zufall, sondern das Erkennen einer weiteren wichtigen Aufgabe der Daseinsvorsorge, dass die Landesregierung Rheinland-Pfalz am 1. Juli 2015 mit dem Modellprojekt GEMEINDESCHWESTERplus ein neues Angebot für hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen, sondern Unterstützung und Beratung in ihrem aktuellen Lebensabschnitt. Damit setzt Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland einen Beschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) aus dem November 2014 um. Dieser ASMK-Antrag empfiehlt Bund und Ländern, als ein wichtiges Element im Vorfeld von Pflege das „Kümmern“ stärker zu beachten.

Das Modellprojekt GEMEINDESCHWESTERplus schließt eine Lücke der Unterstützung und Beratung, die von den Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen und in der Pflege so – auch aufgrund leistungsrechtlicher Vorgaben – nicht geschlossen werden kann. Das Projekt trägt unter dem Aspekt des Kümmerns einem erkennbaren Unterstützungsbedarf vieler alter Menschen Rechnung. Wichtig ist, dass die GEMEINDESCHWESTERplus nicht zu Fragen der Pflege berät und keine Leistungen erbringt, die bereits heute von ambulanten Pflegediensten oder anderen geeigneten Anbietern erbracht und von den Pflegekassen finanziert werden.

Das Land fördert das Modell in dem Erprobungszeitraum von dreieinhalb Jahren zu 100%. In der Implementierungsphase von Juli 2015 bis Dezember 2016 werden die ausgewählten kommunalen Gebietskörperschaften wissenschaftlich eng begleitet.

Mehr Informationen auf der Seite des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie.

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