Soll Stacheldraht uns vor Flüchtlingen schützen?

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

zu dem Thema, das nicht nur den Wahlkreis 26, Rheinland-Pfalz, sondern ganz Deutschland, Europa und eigentlich die ganze Welt betrifft, darf man seinen Standpunkt als Kandidat für ein politisches Mandat nicht verdrängen.

Wir, das heißt Deutschland, seine Institutionen und seine Bürger, stehen vor den größten Herausforderungen, die unser Land seit Ende des Zweiten Weltkrieges zu bewältigen hat.

Stacheldraht

Ob einsperren oder aussperren – Stacheldraht ist und bleibt ein Symbol der Unmenschlichkeit und muss geächtet werden. Foto: Waugsberg

Der schier nicht enden wollende Flüchtlingsstrom aus den Ländern, scheint uns zu überrollen. Stellen wir uns vor, der allgemein wohlhabenden und leistungsfähigsten Nation in Europa, wäre in dem überkontinentalen Flüchtlingsdrama nichts anderes eingefallen als Grenzen zu, Schotten dicht und Ende. Ich bin davon überzeugt, dass nicht nur meine Selbstachtung abhanden gekommen wäre, sondern auch die der meisten Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, wenn wir ohne Erbarmen die vorbeschriebene Abwehrfront aufgebaut hätten.

Beleuchten wir doch einfach mal, was die deutsche Bundeskanzlerin mit ihren Worten „Wir schaffen das!“ angeblich verursacht hat. Sie habe das Land gespalten und Zukunftsängste erzeugt, so die noch harmlosesten Anschuldigungen. Hätte sie grundgesetzwidrig die von eigenen Parteifreunden geforderte Obergrenze für den Flüchtlingseinlass proklamieren und somit den Freibrief für den Mauer- und Zaunbau erteilen sollen?

Unser Land ist tatsächlich gespalten; es gibt leider immer noch eine deutliche Anzahl von Zeitgenossen, denen das Denken über den Gartenzaun hinaus scheinbar keine Perspektive ist.

Zum anderen bleibt die Frage: Hätten wir die in größter Not über tausende von Kilometern geflüchteten Menschen einfach ignorieren und dabei jegliche Erinnerung verdrängen sollen? Aus humanitären Gründen und auch aus Achtung vor uns selbst gibt es keine Alternative, als die vor Verfolgung und Tod Flüchtenden hereinzulassen. Wir müssen uns bewusst sein, dass all diese und im besonderen die Kinder unsere Hilfe brauchen.

Unsere an der schwarz-roten Koalition beteiligte SPD hat eindeutige Standpunkte zum Flüchtlingsthema eingenommen, die keinen Spielraum zu den Ansinnen aus den Reihen von CDU und insbesondere der Bayerischen Regionalpartei CSU zulassen. „Anpacken und umsetzen“ lautet unsere Aufforderung an den Koalitionspartner.

„Die Bevölkerung erwarte zu Recht, dass die Verantwortlichen jetzt zügig die Beschlüsse zur Bewältigung der Flüchtlingslage umsetzen.“ Die SPD sei der Garant in der Bundesregierung, „dass etwas konkret passiert“, heißt es in der Berliner SPD-Zentrale.

Es wird Jahre dauern, um den anerkannten Flüchtlingen ein menschenwürdiges und zukunftsfähiges Dasein zu schaffen. Es wird Jahre dauern, diese Menschen erfolgreich zu integrieren. Unser Staat und seine Menschen sind mehrheitlich so angelegt und bereit, dass wir es schaffen können. Deshalb möchte ich es hier nochmals ausdrücken, dass wir es schaffen werden.

Das riesige, man möchte fast sagen, endlose Unglück dieser Welt ist nicht die Schuld einiger weniger Einflüsse. In irgend einer Weise sind wir alle mit beteiligt daran und sei es durch unseren Wohlstand. Den haben wir uns zum einen selbst erarbeitet, sagen viele, und auch zurecht; aber haben wir das tatsächlich ganz ohne die Anderen, ohne ihre Ressourcen und Bodenschätze und ohne den lukrativen Handel mit ihnen?

Mich hier weiter aus- bzw. einzulassen, wäre ein politischer Ansatz, der außerhalb der rheinland-pfälzischen Politik liegt. Deshalb belasse ich es dabei; dieser Beitrag soll  Ihnen meinen Standpunkt zum Thema Flüchtlinge und Asyl näher bringen.

Herzlichst!
Ihr Lothar Rommelfanger

 

 

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Ein Gedanke zu „Soll Stacheldraht uns vor Flüchtlingen schützen?

  1. Guten Morgen Herr Rommelfanger, ich Danke ihnen für ihre Einstellung zu den Flüchtlingen, Sie haben recht wir schaffen es, bzw. wir können es schaffen wenn wir es denn auch wollten. Ich für meine Person werde Sie in dieser Ihrer Meinung voll unterstützen.
    Mit freundlichen Grüßen
    R. Kranz

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